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Singles der Woche – Ich, du, er, sie, wir

Diese Woche melden sich mit Judith Holofernes und Madsen gleich zwei deutsche Acts zurück, die mit Rap-Features auf Missstände aufmerksam machen. Aus Norwegen kommt die selbstbewusste Newcomerin Sigrid dazu und aus London AlunaGeorge, die gleich doppelt produktiv sind.

Judith Holofernes feat. Maeckes „Analogpunk 2.0"

Nicht mitgekommen

Judith Holofernes, die ehemalige Frontfrau von Wir sind Helden, steht für Konsum- und medienkritische Texte, punkig angehaucht und mit ironischem Unterton. In ihrer neuen Single ist nun die übertechnisierte Welt und Dauererreichbarkeit das Thema. Der Analogpunk 2.0 als Lösung, als echter Rebell? Rapper Maeckes von den Orsons fungiert in dem Song als smarter Sidekick und ist für den einzigen Part daran verantwortlich, der nicht aus der Zeit gefallen wirkt. Holofernes, die auf den Zug aufspringt und über die böse digitale Welt lehrmeistert, dagegen schon.

Madsen feat. König Boris „Bumm! Bumm! Bumm!”

Spendenerlös mit Politikkritik

Madsen sind die nächsten Künstler, die sich zurückmelden, um auf aktuelle Probleme aufmerksam zu machen. In diesem Fall kritisieren sie die politischen Missstände auf der Welt. Mit König Boris von Fettes Brot hat das Stück auch ein Rap-Feature bekommen. Das Gute an dem Lied: Die gesamten Einnahmen der Single gehen an Amnesty International und Pro Asyl.

Kesha „Praying”

Versöhnung, keine Vergebung

Fast eine Minute ist das Intro zu Keshas neuer Single „Praying“ lang. Tatsächlich betet sie darin. Zunächst war die Sängerin für wilde Partys bekannt, bevor private Probleme die Schlagzeilen über sie dominierten. Ihren ehemaligen Produzenten verklagte sie wegen sexueller Belästigung. „Praying“, dass von Keshas Stimme und einem Piano getragen wird, ist nicht als Vergebung, wohl aber als Versöhnung gemeint – vor allem mit sich selbst. „I’ll just say this is I wish you farewell. I hope your soul is changing, I hope you find your peace falling on your knees“.

Jennifer Lopez „Ni Tu Ni Yo”

Reggeaton ist In

Auf ihrem neuen Album singt Jennifer Lopez Spanisch. Damit ehrt die in New York geborene Sängerin Lopez ihre puerto-ricanischen Wurzeln, auch wenn ihre Muttersprache Englisch sei, wie sie vor wenigen Jahren in einem Interview betonte. Dass es sich hier um keine authentische Muttersprachlerin handelt, zeigt auch ihr Song. Er ist ein Reggaeton-Popsong ohne Seele – ohne dich, ohne mich.

Kele Okereke „Streets Been Talking”

Ohne Schubladen

Kele Okereke führt seine Fans mit „Streets Been Talking“ in Folk-Gefilde. Bläser setzen ein, eine Querflöte spielt zurückhaltend. Der neue Song will nicht ganz in eine Schublade passen, aber unkonventionell war der Bloc Party-Frontmann (auch auf Solopfaden) ja immer schon. Wie die Vorgänger-Single „Yemaya“ ist auch dieses Stück aus Okerekes kommendem, drittem Soloalbum „Fatherland“ von bedächtiger Natur. Damit zeigt Kele die ganze Bandbreite seines Könnens.

Sigrid „Plot Twist”

Don’t mess with Sigrid

Innerhalb kürzester Zeit machte sich Sigrid einen gute Namen und wurde von Musikmagazinen als ein Hybrid aus Adele und MØ gehandelt: ein großes Kompliment für eine der vielversprechendsten Newcomerinnen des Jahres. Ihre Debüt-Single „Don’t Kill My Vibe“ gab schon die Richtung vor, in die sich Sigrid bewegt: Dance-Music mit autobiographischen Texten. Selbstbewusst tritt sie auf und kontert mit süßlich-kratziger Stimme mal die Musikindustrie wie in ihrem Debüt, mal einem Kerl aus ihrem Liebesleben wie bei „Plot Twist“. Liebeskummer? Nicht bei Sigrid!

AlunaGeorge „Turn Up The Love”

Liebesballade

Das Londoner Duo AlunaGeorge meldet sich innerhalb einer Woche mit zwei neuen Singles zurück. Zuerst kam „Last Kiss“, nun folgt „Turn Up The Love“. Die beiden Singles grenzen sich voneinander ab: erstere funktioniert als Ballade, letztere ist ein Upbeat-Song. Die Stücke sollen „Licht und Schatten“ symbolisieren und „die Dualität der beiden Songs highlighten“, beschrieb es Sängerin Aluna Francis. Ihren R’n’B-Einschlag behält das Duo bei, wird bei „Turn Up The Love“ aber deutlich von einem Tropical Beat durchkreuzt.

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