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Newcomer der Woche: Jonah

Eines scheint sicher: nach ihrem kometenhaften Aufstieg mit der Single »All We Are« werden Jonah auch mit »Wicked Fever« ein breites Publikum erreichen. Glatt geschliffener Indie-Pop, angereichert mit viel Pathos, formen das Debütalbum zu einem hymnisch-melodischen Potpourri scheinbar sonnengefluteten Wohlklangs.

Seitdem Jonah mit ihrer donnernden Premieren-Single »All We Are« in aller Munde sind, warten Fans wie Kritiker auf ein musikalisches Nachbeben. Nach zwei Jahren Studioarbeit präsentiert das Duo aus Singer/Songwriter Angelo Mammone und Multiinstrumentalist Christian Steenken nun ihr Debütalbum »Wicked Fever«. Tatsächlich findet sich hier alles wieder, was altgewohnten Liebhabern unverschlossener Popmusik am Herzen liegt: gängige Riffs, mainstreamtaugliche Electro-Akzente sowie mitunter melancholische Emphase. Die Lyrics können in jedem Fall Widerhall im pathetischen Begehren ihrer Hörerinnen und Hörer finden.

»Wicked Fever« ist eine wunderbar zugängliche Kollektion aus traumhaft verwunschenen Titeln, deren Variabilität im Spannungsfeld zwischen Indie, Dream-Pop und R’n’B ihr akustisches Potential voll und ganz auszunutzen versteht. Lediglich der Vergleich zu vermeintlich artverwandten Künstlern wie The xx oder Sigur Rós hinkt ein wenig, erweist sich der Sound von Jonah doch als weitaus massentauglicher. Nichtsdestotrotz präsentieren sich allen voran die kompositorisch aufeinander abgestimmten Schnittmengen aus Lyrics und Sound des Albums als ausgesprochen vorzeigbar. So schimmern jederzeit die atmosphärischen Dimensionen der mitunter völlig entschleunigten Klangwelten durch, die vor allem auf das Konto der zum Selbstverständnis erkorenen DIY-Mentalität zurückzuführen sind.

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass sich die im September beginnende Deutschland-Tour vor allem deshalb eines großen Zulaufs erfreuen darf, da Jonah alles richtig gemacht haben, was allzu viele Neuankömmlinge im umtriebigen Feld der Poplandschaft falsch machen: sie wollen zu schnell zu viel. Mammone und Steenken aber haben mit ihrer nordisch-stoischen Geduld nicht bloß sich selbst, sondern auch Kritikern und Fans allen Grund zur Freude gegeben. »Wicked Fever« ist ein tadellos produziertes Erstlingswerk, welches nach seiner Veröffentlichung am 28. Juli aller Voraussicht nach an den Erfolg ihrer Debütsingle von 2014 anknüpfen kann. 

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